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Blackjack-Wahrscheinlichkeiten

Blackjack ist das seltene Casinospiel, dessen Zahlen öffentlich, stabil und wissenswert sind. Nichts davon ist ein System zum Gewinnen — der Vorteil liegt in jeder Spielvariante beim Haus —, aber es erklärt, woher dieser Vorteil kommt und warum zwei Tische mit demselben Spiel Sie um das Vierfache unterschiedlich viel kosten können.

Was das Haus tatsächlich behält

Der Hausvorteil ist der Anteil Ihres ursprünglichen Einsatzes, den das Casino langfristig zu behalten erwartet. Über den heutigen Abend sagt er nichts. Mit den Regeln dieses Tisches steht ein Spieler, der die Basisstrategie exakt befolgt, etwa einem Drittel Prozent gegenüber: hundert Hände zu zehn Chips kosten im Mittel rund drei Chips.

Perfekte Basisstrategie

0.3%

Sechs Decks, Dealer bleibt bei Soft 17 stehen, 3:2, Verdoppeln nach Teilen, Late Surrender.

Typischer Gelegenheitsspieler

2%

Dieselben Regeln, nach Gefühl statt nach Tabelle gespielt.

Die 6:5-Falle

1.7%

Gleiche Regeln, nur zahlt Blackjack 6:5. Solche Tische meiden.

Was jede Regel wert ist

Regeländerungen verschieben den Vorteil um bekannte Beträge. Negative Zahlen sind gut für den Spieler. So liest man einen Tisch, bevor man sich setzt: zuerst die Auszahlung, dann die Soft-17-Regel, dann alles andere.

RegelWirkung auf den HausvorteilHier gültig
Dealer bleibt bei Soft 17 stehen−0,22%Ja
Blackjack zahlt 3:2 statt 6:5−1,39%Ja
Verdoppeln nach dem Teilen erlaubt−0,14%Ja
Late Surrender verfügbar−0,08%Ja
Verdoppeln mit beliebigen zwei Karten, nicht nur 9-11−0,09%Ja
Ein Deck statt sechs−0,48%Nein
Geteilte Asse dürfen erneut geteilt werden−0,08%Nein
Der Dealer prüft nicht auf Blackjack+0,11%Nein

Die Werte sind die üblichen veröffentlichten Zahlen in Prozentpunkten, durchgehend mit Basisstrategie gerechnet. Sie addieren sich näherungsweise, nicht exakt, weil Regeln zusammenwirken.

Überkaufwahrscheinlichkeit des Dealers

Der Dealer hat keine Wahl: bis 16 ziehen, bei 17 stehen bleiben. Damit ist die offene Karte die aussagekräftigste Information am Tisch, und genau darum ist die Basisstrategie um sie herum aufgebaut. Fünf und Sechs sind die Karten, die Sie sehen wollen.

Offene KarteDealer überkauft
235,4 %
337,5 %
439,4 %
541,6 %
642,3 %
726,2 %
823,9 %
923,3 %
1021,4 %
A11,5 %

Ihr Risiko beim Ziehen

Eine weitere Karte auf eine harte Summe zu nehmen birgt ein bekanntes Risiko. Das ist nur die halbe Entscheidung — bei 16 stehen zu bleiben verliert meist ebenfalls —, erklärt aber, warum 12 bis 16 die schwierigen Hände heißen und sich so unangenehm anfühlen.

Harte SummeÜberkauft beim Ziehen
11-0 %
1231 %
1339 %
1456 %
1558 %
1662 %
1769 %
1877 %
1985 %
2092 %

Warum Versicherung eine schlechte Wette ist

Die Versicherung zahlt 2:1 und gewinnt, wenn die verdeckte Karte des Dealers zehn wert ist. In einem Sechs-Deck-Schlitten passiert das knapp unter 31 % der Fälle; eine Wette, die 33,3 % zum Ausgleich bräuchte, verliert also rund 7 % jedes eingesetzten Chips. Es ist eine Nebenwette auf ein anderes Spiel, und die Antwort lautet nein. Die Ausnahme gehört Kartenzählern mit einem zehnreichen Schlitten — eine Lage, die hier nicht vorkommt.

Ein Drittel Prozent schwankt trotzdem

Ein Vorteil von 0,3 % bedeutet nicht, pro Hand ein Drittel Chip zu verlieren. Einzelne Hände zahlen −1, −0,5, 0, +1 oder +1,5, und die Standardabweichung über hundert Hände ist weit größer als der erwartete Verlust. Gewinnabende sind gewöhnlich und beweisen nichts; Verlustabende ebenso. Dieser Abstand zwischen Mittelwert und Rauschen ist das gesamte Geschäftsmodell eines Casinos.

Blackjack-Basisstrategie

Die Basisstrategie ist der mathematisch beste Zug für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Karte des Dealers. Sie macht Blackjack nicht zum Gewinnspiel, drückt den Hausvorteil aber auf etwa ein Drittel Prozent — deutlich besser als aus dem Bauch heraus zu spielen.

Strategie

Strategietrainer

Die Basisstrategie ist eine Nachschlagetabelle, und eine Nachschlagetabelle nützt erst dann etwas, wenn man nicht mehr nachschlagen muss. Der Trainer gibt eine Eröffnungshand gegen eine offene Dealerkarte und fragt nach dem Zug. Sie antworten, sehen sofort, ob es stimmte, und machen weiter. Es steht nichts auf dem Spiel und keine Runde wird zu Ende gespielt — hier zählt nur die Entscheidung.

Trainer

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